Freitag, 20. April 2018

20.04.2018 Warten auf Bermudawetter

Wir vertreiben uns die Zeit mit kurzen Abstechern rund um Marsh Harbour/Great Abaco.
Heute liegen wir vor Great Guana Cay. Sagenhaft schönes Wasser und erstmals eine volle Kneipe....
Die Wetterprognose sagt für Montag ein gutes Wetterfenster voraus. Leider ist neben guten Winden auch von Regenschauern und Gewittern die Rede....






Montag, 16. April 2018

16.04.2018 Kurzer Ausflug nach Hope Town

Weil der Wetterbericht eine durchziehende Kaltfront mit Böen bis 35 kn ansagte, haben wir gestern nur einen Tagesausflug nach Hope Town unternommen. Nur mit Fock 5 Meilen aufgekreutzt. Hope Town ist, wie viele andere Häfen hier auf den Bahamas auch, für unseren Tiefgang nicht zugänglich. Wir mussten ca. eine Meile mit den Dinghi gegen 5 Windstärken anreisen. Seewasserduschen war angesagt. Die Rückfahrt mit Wind und Welle war dann warm und trocken. 
Der Ort gleicht einer Puppenstube und das Beste daran ist, dass es auf der Seeseite den wunderschönen Strand gibt, der nur wenige Schritte vom Hafen entfernt ist.  Jetzt liegen wir wieder in der geschützten Bucht von Marsh Harbour und Regenböen huschen über die Ankerbucht. Fast wie Sommer in Norddeutschland, nur wärmer. 27 Grad in der Kajüte. Nachher gibt es Tee mit Rum....





Freitag, 13. April 2018

13.04.2018 Marsh Harbour-Seglerleben


Wir bereiten uns so langsam auf den langen Schlag nach Bermuda vor. Wäsche waschen und trocknen, die von der Sonne zerstörten Nähte (alle!!) des Biminis nachnähen, Diesel und Trinkwasser tanken und das Boot seeklar machen. Trinkwasser aus dem Wasserhahn kostet hier wieder Geld. 7,5 Liter gibt es für einen Dollar. Das entspricht bei uns etwa einer Toilettenspülung. Ein Vollbad mit vielleicht 150 Litern entspräche schon mal 20 $ US für das kalte Wasser. Auch die Preise im Supermarkt lassen uns kurz zögern....Die Mehrwertsteuer kommt and der Kasse noch drauf. Ein Waffelröllchen für einen Dollar? Die essen wir dann wieder zu Hause.
Nach drei Jahren unter südlicher Sonne sind auf Lili viele Blöcke und bewegliche Teile schwergängig und Kabelverbindungen brüchig bzw. hochohmig geworden. Jetzt ist eine gute Gelegenheit alles mal wieder etwas genauer anzuschauen.




Mittwoch, 11. April 2018

11.04.2018 Marsh Harbour

Es ist ja nicht so, als würden wir nichts erleben. Auf dem Weg nach Abacos hatten wir mal wieder die Angel draußen und es dauerte nicht lang, bis die Trommel unglaublich schnell austauschte. Alle versuche die Angelschnur abzubremsen blieben erfolglos. Das muss ein riesiger Fisch gewesen sein. Unsere Angel ist durchaus vorzeigbar. Dieser Zugkraft war sie aber leider nicht gewachsen. Letztendlich riss die Angelschnur und Köder samt Vorfach und ein gutes Stück Angelsehne verzieren nun den großen unbekannten Räuber. Ja und heute haben wir dann in einer wunderschönen mit Palmenstränden umsäumten Ankerbucht das Starkstromkabel des privaten Eilands mit unserem Anker geangelt und als wir nach dem Mittagessen weiter segeln wollten,  auch aufgeholt. Nach dem Essen soll man ja eigentlich nicht baden. In diesem Fall ließ sich das aber nicht vermeiden. Alles gut! Jetzt liegen wir sehr geschützt in Marsh Harbour und bereiten Lili für die Atlantiküberquerung vor. Die Nähte des Biminis müssen nachgenäht werden. Kabel, die dem Seewasser und der Sonne ausgesetzt sind, müssen abgesetzt und neu angeschlossen und das laufende Gut des Riggs muss überprüft werden. Das Wetter schlägt Kapriolen wie wir es von zu Hause kennen, Aprilwetter eben.
Aber das Badewasser zeigt uns dann doch noch den Unterschied.



Sonntag, 8. April 2018

08.04.2018 Abacos

Auf dem Weg von Egg Island nach Abacos mussten wir die ersten vier Stunden motoren. Dann kam, wie vorhergesagt, leichter Südwind. Unter Spinnaker konnten wir bei großem Geschaukel dann 6-7 kn laufen und am Nachmittag Little Habour erreichen. Der geschützte Natur-Hafen selbst ist für uns, wegen der flachen Zufahrt, nicht zu erreichen. Also ankern wir in der Bucht vorm Hafen und fahren mit dem Dinghi an Land. Eine schöne Galerie, eine coole Bar und sonst nicht viel. Die meisten Strandabschnitte sind privat. Heute geht es unter Fock nach Sandy Cay. Nur 6 Meilen im geschützten Innenfahrwasser. Hier im maritimen Nationalpark gibt es endlich mal wieder wunderschöne Korallenriffe, die zum Schnorcheln einladen. Das passt uns gut, weil auch hier der Sommer Einzug hält. Die Daunendecke ist wieder weggepackt und ab und an müssen wir einfach ins türkise Wasser springen.



Samstag, 7. April 2018

07.04.2018 Auf dem Weg nach Great Abaco

Etwas wehmütig haben wir uns gestern von Raquel, Gale, Chris und Tim verabschiedet und sind ca. 6 Meilen weiter südlich gesegelt. Dort liegt ein Wrack aus den 70er Jahren. Der mit Düngemittel beladene Frachter soll das Heranwachsen eines neuen Riffes mit unglaublichem Fischreichtum begünstigt haben. Da Teile des Wracks herausgucken möchte Britta dort unbedingt schnorcheln.

Die Vorfreude ist allerdings etwas gedämpft, weil beim vorabendlichen Lagerfeuer von einigen Einheimischen von vielen Haifischen in der Gegend berichtet wurde. Als wir am Wrack ankamen, ist Britta dann nach anfänglichem Zögern mit der GoPro bewaffnet in Wasser. Was für eine Enttäuschung, hier liegen nur verstreute Wrackteile rum. Als dann noch ein riesiger Baracuda an Britta Interesse zeigte, war der Badespaß schnell zu Ende. Abends haben wir dann im Schutz von Egg-Island geankert. Ein schöner Spaziergang, ausgiebiges Baden und ein leckeres Fischessen beendeten den Tag. Heute sind wir um 6:00 aufgestanden, um trotz des angesagten flauen Windes, die etwas über 50 sm nach Great Abaco im Tageslicht zu schaffen. Seit 2 Std. Läuft die Maschine......

Donnerstag, 5. April 2018

05.04.2018 Russel Island, Spanish Wells

So stellt man sich die Bahamas vor. Bunte Häuser mit Bootsanlegern direkt an den schutzgebenden Mangroven. Überall geschäftiges Treiben. Lobsterfischer, Golfcarts und Bahamian Grouper, ein extrem leckerer Speisefisch, bestimmen das Leben an der Waterfront in Spanish Wells. Wir liegen immer noch vor dem Haus von Raquel und Chris südlich von Russel Island und genießen unsere Homebase hier. Der Weg in den schönen Ort ist weit aber meistens findet sich ein Golfcart, der einen mitnimmt. Im Supermarkt gibt es alles zu kaufen und kleine Restaurants laden zum Verweilen ein.



Leider mussten unsere Freunde Kathi und Friedl überraschend zurück nach Wien und wir werden erstmal wieder allein weiterziehen. Zum Glück konnten die Beiden ihr Schiff, dank Raquel und Chris, hier ohne große Umstände in einem kleinen Privathafen liegen lassen. Wir werden uns spätestens auf Bermuda wieder treffen. Zu unsrer Freude hat auch hier der Sommer Einzug gehalten. Pünktlich zum ersten April fangen die Grillen an zu zirpen, die Tagestemperaturen steigen wieder auf angenehme 28 Grad, der Wind bläst nicht mehr so kalt, das Wasser hat sich deutlich erwärmt und die Daunendecken verschwinden wieder im Schrank. Es könnte nicht besser sein.